blumenzwieberl.de

nachdem ich hier über zwei jahre nur bilder von knollen und zwiebeln gezeigt habe, gibt es nun in lockerer abfolge auch mal das, was sich daraus entwickeln kann.
oben zu sehen ist eine kleinbleibende sorte von der engelstränen-narzisse (narcissus triandrus). sie wächst bei mir schon seit ein paar jahren unter dem birnbaum und wird nur ca. 20 zentimeter hoch. sie zu fotografieren beschert mir immer ordentlich grasflecken, denn ich muss mich dafür in der wiese rumwälzen.

hypoxis parvula stammt aus südafrika und ist umgangssprachlich als sternlilie bekannt. von ihr gibt es verschiedene formen, die in weiß otter rosa blühen. zur gattung hypoxis zählen noch ca. 89 weitere arten. sie ist nahe mit rhodohypoxis verwandt.

die gattung pinellia zählt zur familie der aronstabgewächse (araceae) und beinhaltet ca. neun arten, die alle in ostasien heimisch sind. bei uns ist gelegentlich pinellia ternata (asiatische mauspflanze, dreizählige pinellie) im handel zu finden.

im gegensatz zu r. baurii, wächst rhodohypoxis milloides nicht aus einer knolle, sondern aus einem rhizom. trotz seiner südafrikanischen herkunft, soll dieser grasstern mit schutz auch bei uns winterhart sein. ob das stimmt, darüber werde ich in einem jahr berichten.
nein, mir gehen die knollen und zwiebeln nicht aus. in der küche habe ich noch eine tüte liegen, deren inhalt nur darauf wartet geknipst und dann eingepflanzt zu werden.
nichtsdestotrotzdem möchte ich heute mal zeigen, was sich aus den hier vorgestellten blumenzwiebeln entwickeln kann. ein paar tipps für die pflege der beliebten liliengewächse, habe ich hier zusammengestellt.



die blätter rechts gehören zu einer pfingstrose.
die zwiebeln von lilien müssen ohne schützende haut überleben, die ihre wie blütenblätter angeordneten schuppen zusammenhält. aus diesem grund sollte man sie nach dem kauf zeitnah pflanzen, sodass sie nicht austrocknen.

oben zu sehen ist lilium leichtlinii, eine orange blühende art, die in korea, japan und russland zuhause ist.
die pfingstrosen (paeonia) sind die einzige gattung innerhalb der pfingstrosengewächse. es gibt ca. 30 arten, von denen die sorten, basierend auf p. lactiflora und p. officinalis wohl am häufigsten in unseren gärten anzutreffen sind.

das oben gezeigte rhizom gehört zu paeonia lactiflora, die umgangssprachlich als chinesische pfingstrose bekannt ist. bis sie sich im garten etabliert hat, kann es einige jahre dauern, da sie langsam wächst. weitere infos für die pflege im garten, habe ich hier zusammengestellt.
zu erhalten sind die p. lactiflora-hybriden mit roten, rosa, weißen und mehrfarbigen blüten.
die gattung leucocoryne beinhaltet ca. 48 arten, die alle in chile heimisch sind. sie zählt zu den amaryllisgewächsen und ist dort in die unterfamilie der lauchgewächse eingeordnet. leucocoryne ixioides ist also mit dem bärlauch (link), knoblauch (lünk) und der schalotte (lihink) verwandt. um nur mal die prominentesten verteter dieser unterfamilie zu nennen.

ein deutscher trivialname scheint bis jetzt noch nicht zu existieren. im englischen sprachraum ist leucocoryne ixioides als “glory of the sun” bekannt.
es sind verschiedene sorten zu erhalten, die in weiß, rosa, lila oder mehrfarbig blühen.
als substrat verwende ich eine mischung aus blumenerde und bimskies. der topf kommt an einen sonnigen standort im garten, sobald nicht mehr mit frost zu rechnen ist. gegossen wird durchdringend.
bei rhodohypoxis baurii scheine ich den richtigen riecher gehabt zu haben, denn ich habe nur ein knöllchen bestellt. hatte mal wieder einen schottisch moralischen schwabentag.
wie man am bild erkennen kann, waren keine weiteren ausgaben nötig, denn die als grasstern bekannte pflanze beginnt bereits sich zu vervielfachen.

ansonsten kann ich noch nicht viel sagen. rhodohypoxis baurii stammt aus südafrika und es gibt weiß otter in rosa blühende formen. er zählt zur familie hypoxidaceae, die weder einen deutschen namen hat noch halbwegs bekannte arten beinhaltet.
surprise, surprise …
nein, bei dieser knolle handelt es sich nicht um eine etwas schrumpelige und unreife kartoffel aus biologischen anbau. sie gehört zur knolligen kapuzinerkresse (tropaeolum tuberosum) und soll essbar sein. mit allerdiedings zweifelhaftem aroma.
ich kultiviere sie vorerst mal als zierpflanze. sollte sie im herbst ausreichend tochterknollen gebildet haben, dann wandert davon eine in den kochtopf.

ein paar schicke blütenbilder und tipps für die pflege, werde ich hoffentlich in ein paar wochen hier präsentieren können.
die blüten sind übrigens etwas kleiner und schmaler als die der “normalen” kapuzinerkresse.